Viel Spaß und reiche Ausbeute bei der EM Berg- und Traillauf im rumänischen Rasnov hatten sechs Frauen vom LTV Kiel-Ost und Marco Kohlmorgen vom LG Neumünster. Sie machten sich auf nach Transsilvanien, um sich mit den besten Bergläufern Europas zu messen. Teils in einer WG, teils separat, machten sie sich nach der Eröffnungsfeier am Donnerstag mit Flaggenparade und kulturellen Darbietungen am Freitag auf, den höchsten Berg der Region, den Postavaru mit 1799m zu erklimmen. 823 Höhenmeter über eine schwarze Skipiste nach oben mit finalen 150m Kletterei am Geländer (Schwindelfreiheit nicht erforderlich). In der W45 konnte Aneta Schreiner die Silbermedaille im Team gewinnen, wie auch in der W50 Christine Dörscher und Barbara Schäfer. Ulrike Suttkus und Solveig Horn liefen sogar zu Gold in der W55 im Team, wobei Solveig vor Ulrike auf den Bronzerang im Einzel lief!!!
Marco Kohlmorgen (LG Neumünster) wurde mit dem M55-Team Europameister hinter den Rumänen, die auch die Nationenwertung vor uns gewinnen konnten.
Am Samstag stand der Traillauf mit 40km und 2000 Höhenmetern auf den Programm, wobei der gestrige Uphill ab km 10 in den Lauf eingebettet war. Einige „grenzerweiternde“ downhill-Passagen, machten das Rennen in Teilen für Nordlichter etwas schwer laufbar. Lisa Stephan konnte als Vierte der W40 finishen, Aneta feierte ebenso ihr zweites Team-Silber wie Barbara und Christine. Ulrike schaffte ihr zweiter Gold im Team!!!
Am Sonntag waren alle platt, liefen jedoch wie geplant die 12km mit 400 Höhenmetern mit einigen knackigen Anstiegen und zwei steilen Downhills. Knackpunkt waren wie gestern die 490 Stufen hoch zur Zitadelle.
Aneta lief fürs Team zu Bronze, Christine absolvierte mit Teamkameradin Elisabeth deren letzten Lauf, weil 80-jährige nicht mehr zugelassen werden. Solveig machte mit Einzel-Silber den deutschen Doppelsieg perfekt und holte mit Ulrike das dritte Gold! Marko konnte sich zum Abschluss als Vizeeuropameister mit dem Team feiern lassen.
Anschließend gab es noch ein Sightseeingprogramm mit Stadt und Schlucht, vorher wurde noch die Burg von Dracula besichtigt. Bären haben wir zum Glück keine in freier Wildbahn gesehen. Text+Fotos: Dörscher
Hier geht es zum Bericht und allen Ergebnissen auf leichtathletik.de
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